Gänseblümchen – Bellis perennis

“Ewig schön”, dies ist die deutsche Übersetzung des lateinischen Namens vom Gänseblümchen. Und es stimmt! Unermüdlich bringt diese Pflanze fast das ganze Jahr hinweg ihre kleinen Blütenköpfe hervor.  Das Gänseblümchen gehört zur Familie der Korbblütler. Wer allergisch auf diese Pflanzenfamilie reagiert, sollte auf den kleinen Schatz verzichten.

Dem Gänseblümchen schrieben die Menschen früher magische Fähigkeiten zu. Die Kelten sahen das das Pflänzchen als Hüterin des einfachen Volkes, die Volksmedizin überliefert, dass eine um den Hals getragene Gänseblümchenwurzel Glück und Verstand schenke. Auch Pfarrer Künzle nutzte das Gänseblümchen als Zutat in Teemischungen für Kinder, die kränkelten und nicht recht „gedeihen“ wollten.

Gänseblümchen
Gänseblümchen mit Stängel und Blättern

 

Dieses kleine Pflanze hat viel Potential. Reich an Inhaltsstoffen (ätherische Öle, Bitterstoffe, Eisen, Flavonoide, Gerbstoffe, Inulin, Kalium, Kalzium, Magnesium, Saponine, Schleimstoffe, Vitamine A, C und E) wirkt es adstringierend, blutreinigend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, stoffwechselanregend und  verdauungsanregend.

Essen, Trinken, Cremen …

Bei der Zugabe zum Salat kann man entweder das ganze Blütenköpfchen oder nur die weißen Blütenblätter verwenden. Die meisten Bitterstoffe sind im gelben Blütenkörbchen enthalten.

Aus den Inhaltsstoffen resultiert zum einen eine stoffwechselanregende, zum anderen eine ableitende Wirkung. Die moderne Medizin verschmäht die unscheinbare Allerweltspflanze, aber für die Volksheilkunde hat sie vielfältige Bedeutung. Alte Kräuterbücher geben an, Gänseblümchen hätten zwischen Ostern und Johanni – also von Frühling bis Frühsommer – die meisten Wirkstoffe; sie sollten also während dieser Zeit auf Vorrat gesammelt und getrocknet werden..

Gänseblümchentee oder -sirup lindert und beruhigt Schleimhautreizungen und wirkt schleimlösend und schmerzstillend. Der Tee ist leicht abführend (Frühjahrskur). Er regt den Appetit und den Stoffwechsel an. Man trinkt ihn bei Magenverstimmung, Krämpfen der Verdauungsorgane und zur Verdauungsförderung. Ebenso regt er die Lebertätigkeit an und wirkt bei Gallenbeschwerden. Durch die harntreibenden Eigenschaften kann er gegen Wassersucht angewendet werden und Ödeme abbauen. Die ableitende Wirkung lindert auch Rheumatismus und Gicht. Gänseblümchentee ist schmerz- und krampfstillend. Man trinkt ihn auch gegen Menstruationsbeschwerden.

Der Tee kann auch unterstützend gegen verschiedenste Hautleiden eingenommen werden. Er wirkt blutreinigend und entschlackend. Frisch gesammelt, bieten sich die Blüten deshalb für eine Frühjahrskur an. Äußerlich wird der Tee in Form von Waschungen, Bädern und Umschlägen eingesetzt gegen Entzündungen und Ekzeme, besonders auch, wenn diese jucken und/oder brennen. Außerdem hilft er bei schlecht heilenden Wunden. Der Presssaft aus den frischen Blütenstielen kann zum Wunden desinfizieren verwendet werden und auf Akne und Hautunreinheiten getupft oder wie Gesichtswasser benutzt werden. Außerdem wirkt er, wie auch der Tee, blutstillend. Die frischen Blätter legt man bei Quetschungen auf.

Aus Gänseblümchenblüten lassen sich darüber hinaus auch Pflegemittel für unreine und fettige Haut herstellen. Sie können in Salben, Cremes oder als Gänseblümchen-Tinktur verarbeitet werden. Diese Mittel können auch bei Neurodermitis helfen.

Das alles und noch viel mehr lernt ihr in der Heilpflanzenausbildung

 

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Ein Gedanke zu “Gänseblümchen – Bellis perennis”

  • Steffi