Jetzt steht der Fenchel wieder in voller Pracht im Garten oder ich habe ihn kürzlich auch am Wegesrand gesehen. Wenn ich durch den Garten gehe, kann ich nicht umhin mir einige Samen in den Mund zu stecken und den leckeren Geschmack mir auf der Zunge vergehen zu lassen.
Die Pflanze kann bis zu 2 m groß werden und ist mit ihren vielen gelben Doldenblüten und Verzweigungen schön anzugucken. Nicht nur die Augen werden angesprochen sondern auch unsere Nase durch die ätherischen Öle und wie oben beschrieben unsere Geschmacksknospen.

Um ca. 840 beschrieb der Abt vom Kloster in Reichenau in seinem Gartengedicht Hortulus folgendes zum Fenchel:
Auch die Ehre des Fenchels sei hier nicht verschwiegen; er hebt sich
Kräftig im Sproß, und er strecket zur Seite die Arme der Zweige,
Ziemlich süß von Geschmack und süßen Geruches desgleichen.
Nützen soll er den Augen, wenn Schatten sie trügend befallen,
Und sein Same mit Milch einer Mutterziege getrunken,
Lockre, so sagt man, die Blähung des Magens und fördere lösend
Alsbald den zaudernden Gang der lange verstopften Verdauung.
Ferner vertreibt die Wurzel des Fenchels, vermischt mit dem Weine,
Trank des Lenæus, und so genossen, den keuchenden Husten.
Wie schon vor über 1000 Jahren wird der Fenchel auch heute sehr gerne – insbesondere bei Kinder – bei Blähungen und Magen-/Darmbeschwerden eingesetzt. Er fördert z.B. die Magensaftproduktion (wichtig u.a. bei der Eiweißvorverdauung), die Beweglichkeit des Magen (wichtig bei Verstopfung), er wirkt krampflösend und blähungshemmend.
Seine krampflösende und schleimlösende Wirkung wird aber auch bei Bronchitis sehr geschätzt.
Auch wenn mich kein Wehwehchen plagt, genieße ich gerne eine Tasse Fencheltee.

Wer ein noch mehr lernen möchte, wie wir Heilpflanzen für uns nutzen können, ist herzlich willkommen in unserer Heilpflanzenausbildung 2026 Ganzheitliche Pflanzenheilkunde – Freie Heilpraktikerschule Bremen
