Corona, Influenza und andere Virenfamilien – welche Unterstützung bieten ätherische Öle?

 

 

Myrte mit beginnender Blüte

Ganz vorweg gestellt: es gibt keinerlei klinische Studien die die Wirkung von ätherischen Ölen auf das Covid-19 bestätigen.  Es gibt generell zu wenig Studien über klinische Unterstützung der Keimreduzierung von ätherischen Ölen. Und trotzdem zeigen besondere und verschiedene Inhaltstoffe von ätherischen Ölen antivirale Eigenschaften und können den Verlauf einer Viruserkrankung mildern.
Virenfamilien sind verschieden, gemeinsam ist ihnen jedoch, daß sie auf dem Weg zur Vermehrung eine Hülle brauchen, die je nach Typ verschieden aussieht. Wenn sie erstmal in einer Wirtszelle zur Vermehrung angekommen sind, sind sie sehr schwer zu fassen.

1,8-Cineol ist ein natürlicher Bestanteilteil von einigen ätherischen Ölen. Wir kennen es unter dem Namen Eucalyptol, was auch schon einen ersten Hinweis auf die Herkunft gibt.
Eine Computerstudie zeigte die Bindung von 1,8-Cineol auf ein zur Vermehrung notwendiges Protein des Covid-19, was Hoffnung auf weitere Forschungsarbeiten gibt.
1,8-Cineol kann einiges. Schon lange ist bekannt, daß Eucalytol besonders im Lungenbereich entzündungshemmende Wirkung und Schleimlösung zeigt. Dazu unterstützt es noch unser Immunsystem und unsere Psyche.

Lorbeer, leider schon verblüht
Salbei in Blüte

Zu den ätherischen Ölen mit Eucalyptol gehören die Öle der Eukalyptusvariationen, verschiedenen Teebaumarten, Ravintsara, türkische Myrte, Kardamom, Zimt, Manuka etc.

In Europa haben wir ebenfalls kraftvolle ätherische Öle wie Salbei, Melisse und Lorbeer.

Aber nicht nur dieser eine Inhaltstoff reagiert mit der Hülle von Erregern. Ätherische Öle sind komplexe Gemische, die miteinander in Synergie wirken, die weit über die Wirkung von isolierten Einzelstoffen hinausgeht. Ihre hohes Redoxpotential erklärt antivirale Eigenschaften.

 

Ätherische Öle stören bei umhüllten Viren den Vorgang des Andockens an die Wirtszelle bis hin zur Schädigung der Oberflächenstruktur.
Deshalb sind präventive Hygienemaßnahmen sehr wichtig. Neben Seifen und Tensiden können ätherische Hygienesprays helfen, sich vor Ansteckung zu schützen. Sie sind in der richtigen Mischung hautfreundlich und unterstützen unsere Psyche mit dem frischen Duft.

Meine Empfehlung für ein selbst mischbares Hygienespray:

Ihr braucht eine 30 ml Flasche mit Sprühkopf. Natürlich könnt ihr das Rezept hochrechnen auf den nächsten leeren Deo-Sprayer aus Glas.

Mischung der ätherischen Öle:
1 Tropfen Cistrosenöl
1 Tropfen Zimtblattöl (Zimtrinde geht auch)
1 Tropfen Atlaszeder
2 Tropfen Lavendel fein
5 Tropfen Citronella
5 Tropfen Litsea
5 Tropfen Eucalyptus Globulus

Die Flasche mit mindestens 37,5% Vodka auffüllen und vor Gebraucht gut schütteln.
Bei Anwendung auf der Haut muss ggf. nachgefettet werden, z.B. mit einer duftfreien Handcreme aus dem Naturkosmetikangebot.

Zur Keimreduzierung kann es als Airspray, Hautspray, Oberflächenspray genutzt werden.
Allergiker bitte Vorsicht: auch ätherische Öle enthalten Allergene (Limonen, Citral, Zimtaldehyd, Eugenol, Linalool, Coumarin und weitere). Da diese Allergene aus natürlichen Quellen stammen, ist eine Allergiegefahr eher selten.
Ätherische Öle können Kunststoffoberflächen angreifen!

Das alles und noch viel mehr – lernt ihr in der Aromatherapieausbildung!

Ich wünsche euch eine dufte und angstfreie Zeit.
Michaela Schikorra

 

 

 

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