Fenchel – Foeniculum vulgare

Meine Fenchelschwemme fing an, als ich in meiner eigenen Heilpflanzenausbilung einen Bronzefenchel und einen grünen Fenchel geschenkt bekommen habe. Der Bronzefenchel ist ausdauernd und standorttreu. Der Grüne ist zweijährig. Beide Fenchelsorten bilden Früchte, die wir für eine Teezubereitung oder für die Küche sammeln können. Der Fenchel ist nicht zeitgleich zu allen anderen in der Frucht, einige haben noch Blüten.
Mein grüner Fenchel ist teilweise 2 m hoch, ich muss mich richtig strecken, um die Dolden abzuschneiden. Da mir oft die Zeit für den Fenchel fehlt, hat er schlau die Gelegenheit genutzt und sich gut verteilt. Kleine Pflanzen aus Fenchelgrün kommen dann in die Küche oder gleich in die Teekanne. Blütenrispen sind wunderschön in sommerlichen Sträußen, die jungen Früchte schmecken etwas herber, bitter und die ausgereiften Früchte haben dann diesen bekannten süßlichen Fenchelgeschmack.

Der Doldenblütler ist im Mittelmeerraum heimisch, ich habe ihn auch schon wild auf den Kanaren wachsen sehen – oder eben bei mir im Schleusengarten.
Die Fenchelfrüchte enthalten sehr viel ätherische Öle (trans-Anethol, Fenchon, Estragol) mit ein paar Cumarinen und fettem Öl. Als reines ätherisches Öl sollte es sehr vorsichtig dosiert werden.

Wir kennen Fenchelhonig oder Fenchelsirup vielleicht im Einsatz bei Bauchweh und Erkältungen, die Inhaltstoffe entspannen die glatte Muskulatur des Magens und der Atemwege. Bei Husten wird das Sekret verdünnt, schneller und vor allem leichter ausgetragen.
Stillenden Müttern verhilft der Fenchel zu einer besseren Milchbildung.

Menschen mit einer Sellerieallergie können zu Reaktionen neigen (Kreuzreaktion), Schwangere und Kleinkinder sollten keinen Fenchel genießen.

Ich verarbeite meinen Fenchel zu einem Fenchelsalz oder angestoßen in meinem rustikalen Brotteig. Und ich freue mich über die vielen Insekten, die die Blüten anfliegen, da ist mir die Reife der Früchte und das Versamen ziemlich egal. Die Insekten haben sehr lange etwas vom Fenchel Fenchel im Winterund die Vögel im Winter etwas zum Picken.

Das alles und noch viel mehr lernt ihr in der Heilpflanzen- und Aromatherapieausbildung.

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