Kyphi – Räucherwerk aus dem alten Ägypten

     

 

Kyphi – Räucherwerk aus dem alten Ägypten

Am zweiten Wochenende der Pflanzenheilkunde stand „Räuchern“ im Lehrplan.
Nachdem Beilwellsalbe und Beinwell-Chili-Hexe fertig war, wurde es duftig.

Räuchern hat eine sehr alte Tradition. Es kann eine Botschaft an den Himmel sein, wie Susanne Fischer-Rizzi so schön beschrieben hat. Räume können mit einer Räucherung von Spannungen und merkwürdigen „Energien“ befreit werden. Wichtig war früher ebenfalls das Räuchern in Krankenzimmern, um die Keimbelastung zu reduzieren, sowie das Beräuchern von Personen mit ihren Erkrankungen.
Die heilsamen Inhaltstoffe der Pflanzen gehen dann in die Raumluft und werden über die Atemwege aufgenommen. Seien es Salicylate wie in Pappelknospen und Mädesüßblüten, Thymol wie im Thymian oder auch antientzündliche Inhaltstoffe von Harzen mit ihren enthaltenen ätherischen Ölen – das sind genau die Stoffe, die wir bei Atemwegserkrankungen einsetzen wollen. Da die alte Medizin noch wesentlich ritueller war, als wir es heute kennen, wurde in Sinne von krankmachenden Dämonen therapiert.
Und wer kennt nicht die Stimmung in einem Raum, nach dem es bei einem deftigen Streit ordentlich gekracht hat.

Die Neugierigen wurden eingeladen, verschiedene Pflanzen mit ihren typischen Räucherdüften kennenzulernen. Rosenblüten, Lavendel, Mastix, Liquid Amber, Pappelknospen, Mädesüßblüten und und und.
Danach war es gar nicht mehr sooo einfach, eine eigene kleine Räuchermischung für Zuhause zusammenzustellen.

Die Gemeinschaftsarbeit war dann die Herstellung von Kyphi, ein rekonstruiertes Rezept aus dem ägyptischen Tempel Edfu, der dem Falkengott geweiht war.
Damals wurden diese kostbare Räuchermischung über Monate mit Gebeten begleitet hergestellt.
So viel Zeit und Energie haben wir nicht, aber einen Großteil der Zutaten, um in Gruppe
narbeit und damit auch Grupppenenergie unser Kyphi zu mischen.
Enthalten sind
Weihrauch, Mastix, Bernstein, Wacholderbeeren, Kalmuswurzel, Galgant, Kardamom, Zimtrinde, Myrrhe, Lemongras, Rosenblüten, Benzoe Siam, Sandelholz gemahlen, Alantwurzel, Waldhonig und in Rotwein eingeweichte Sultaninen.

So wurde dann zerbröselt, geschnitten, gemörsert, vermatscht und verrührt. Das fertige und schon sehr fein duftende Kyphi muss zuhause noch getrocknet werden, um es dann zum Räuchern auf Kohle oder Sieb einsetzen zu können.

(Quellen: Susanne Fischer-Rizzi „Botschaft an den Himmel“ 2001, AT-Verlag)

Das alles und noch viel mehr – lernen Sie in der Phytotherapieausbildung

Ganzheitliche Pflanzenheilkunde

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert