Ackergauchheil – Annagallis averse

Ähnlich der Vogelmiere, aber nicht weiß, zierliche Blütchen und Blättchen, aber sie haben es in sich. Kaum räume ich bei mir wucherndes Beikraut aus dem Boden, sehe ich in Kürze diese hübsche kleine elegante Pflanze. Sie schützt mit ihren Ranken den Boden und leuchtet mit ihren orangen Blüten.

Gauch steht für „verrückt“, „geisteskrank“, sie wurde im Altertum bei psychischen Leiden eingesetzt. Sie öffnet die Blüten nur im hellen Sonnenschein und schließt sie bei bedecktem Himmel oder zu erwartenden Regen. Auch unsere Stimmung hängt von der Sonne ab.

Ihre Blüte ist mit Primelblüten verwandt und kann auch wie diese Allergien auslösen, sogar bei einfacher Berührung.
Der Gauchheil enthält Gerbstoffe, ätherisches Öl, Flavonoide, Curcubitacine, Bitterstoffe, giftige Saponine (Giftstoff Cyclamin).

Studien haben inzwischen mehr über die Pflanze aufgedeckt:  antioxidativ, antiviral (Herpes simplex) und antimykotisch.

Ihre früheren Einsatzbereiche waren Husten, saures Aufstoßen und äußerlich für eine kühlende Creme.
Aufgrund der nicht so richtig kalkulierbaren Giftigkeit wird diese Pflanze heutzutage nicht mehr verwendet, immerhin finden wir für die Einsatzbereiche Alternativen.

Das alles und noch viel mehr – lernt ihr in der Heilpflanzenausbildung!

 

     

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