Vergänglichkeit

Nachtkerze

Wer über Schönheit schreibt, muss auch über Vergänglichkeit schreiben.

Wer sich auf Gärten, auf die Natur bezieht, begegnet der Vergänglichkeit.

Wer Menschen trifft und sich in der Welt umsieht, ist umgeben von Vergänglichkeit.

Alles vergeht.

Manches braucht dafür Jahrmillionen, anderes Jahrtausende, Jahrhunderte oder zumindest Jahrzehnte.

Einiges vergeht innerhalb eines Tages.

Nachtkerzen gehören, neben Löwenzähnen, zu meinen absoluten Lieblingsblumen. Sie sind auch Heilpflanzen und sie können der Ernährung dienen, aber das war und ist nicht das was mich an ihnen fasziniert. Was ich an ihnen schätze ist die verschwenderische Schönheit, die der Vergänglichkeit trotzt durch eine immerwährende Erneuerung.

Ich habe Nachtkerzen kennengelernt vor einem Vierteljahrhundert. Am Ende meiner Schwangerschaft und im ersten Jahr meiner Tochter habe ich auf einem Bauernhof gelebt, dessen Terrasse einen kleinen Südhang hatte, der voller Nachtkerzen stand. Jeden Abend eines heißen Sommertages, wenn die Nachtkühle schnell kam, öffneten sich mit einem hörbaren Ploppen die Blüten, die in riesiger verschwenderischer Sonnengelbheit die ganze Nacht ihre Pracht zeigten, um am nächsten Abend vergangen zu sein. Unglaublich beeindruckt und fast medidativ dem sich vollständig Öffnen der Blüte zusehend mit meiner kleinen schlafenden Tochter auf dem Arm – das ist für mich immer noch eine Erinnerung an Frieden.

Und so bleibe ich mal wieder Eure Klueck

Draufklicken zeigt wieder das ganze Bild und dann kann mensch so durchblättern.

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